Serengeti - Teil 3 - Thomas Elsner

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Serengeti - Teil 3

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Serengeti

Nach dem Erlebnis mit dem Leoparden und einem kurzen Stopp an der Garage, die den Reifen ursprünglich flicken sollten, ging es zur Mittagspause zurück ins Camp. Auf der nachmittags Fahrt sollten wir ein Löwenrudel treffen mit mehr als 10 Jungtieren, die ein paar Büffeln etwas zu nahe kamen, während die Mamas ca. 500 Meter entfernt dösten. Der eine Büffel machte den Junglöwen aber klar, dass sie lieber das Weite suchen sollten... und das war gut verständlich!

Hier dann die Mamas bei der Pause. Die eine Löwin ist keine Hauskatze mit einem Halsband zum Gassi gehen, sondern sie trägt ein GPS, welches es den Wissenschaftlern ermöglicht das Rudel zu orten.

Es ist schon der letzte Tag in der Serengeti angebrochen. Wie üblich geht es um 6:30 Uhr los und es ist wie gewohnt noch etwas kühler. Paul hat heute zum Aufwärmen eine Masai Decke bekommen - die ist schon mal viel cooler als sein Kapuzenpulli!

In Hintergrund sieht man auch das Kati Kati Camp.

Und dies ist einer der Momente, wo man einfach Glück haben muss. Solche Situationen dauern nur wenige Minuten und entweder ist man gerade in diesen 5-10 Minuten da, oder eben nicht. Hier waren wir genau dann da, als der Gepard eine Thompson Gazelle erlegt hat. Es ging alles ganz schnell. Brigitta sah den Geparden und der war auch schon zielstrebig Richtung den Gazellen unterwegs. Dann lief er auch schon los und schon war es vorbei. Der Kill selber war im hohen Gras.

Aber da sind wir ja schon verwöhnt. Konnten wir der Jagd ja bereits in der Masai Mara zusehen und auch fotografieren.

Wir hatten dann den Geparden verloren, aber auch kurz später wieder einen Geparden nur unweit entdeckt. Ich bin nicht sicher, ob es der von vorher war, da ich nicht glaube, dass unser Gepard schon so schnell gegessen hat. So beobachteten wir also den Geparden nur ein paar Meter entfernt, da meinte Wilfred, dass wir mal wieder einen platten Reifen haben... Also blieb nur den Reifen zu wechseln, während Brigitta und Paul den Geparden im Auge hatten. Der schien aber auch nicht wirklich an uns interessiert zu sein und zog auch bald weiter.

Damit war auch schon klar, was wir al nächstes tun - wieder zur Garage, da wir nun keine weiteren Ersatzreifen haben. Wilfred hatte auch noch einige Telefonate geführt und hatte somit schon einen Plan.

Somit ist es jetzt auch mal an der Zeit etwas mehr zu unserer Garage zu erzählen. Diese liegt mitten in der zentralen Serengeti und wir waren nicht alleine da. Es kamen noch zahlreiche weitere Jeeps, die ein ähnliches Schicksal wie wir hatten. Dort war man auch gut auf solche Fälle vorbereitet. Es gab zwar keine Maschinen, wie man sie vom Reifenhändler kannte, aber auch hier gingen die Reifen recht schnell von der Felge ab und wieder drauf. Da wird halt ein wenig mehr Körpereinsatz gezeigt und man sprang eben mal auf den Reifen rum...

Auch gab es genug Gummischläuche, die in Reifen eingezogen werden konnten. Genau das war auch die Lösung für uns, die die Werkstatt in Arusha Wilfred genannt hatte. Unser "letzter" Ersatzreifen hatte nämlich auch noch einen Schlauch drin. Der wurde entfernt, da dann der Reifen mehr Festigkeit hat. Gleichzeitig wurde in unsere beiden kaputten Reifen jeweils ein Schlauch eingezogen und somit hatten wir wieder 2 Ersatzreifen, die uns eine Zeit über die Runden helfen sollten... So konnten wir wieder los. Und nun sollten wir dann auch Ruhe haben, denn wir sollten auch keine weitere Panne mehr haben. Wenn man die Straßen sieht, dann ist es kein Wunder, dass es mal einen Reifen "erlegt". Es liegen hier so viele Steine auf der Straße, dass es immer mal zu einen Platten kommen kann. Im letzten Jahr hatten wir Glück. Da hatte zwar Wilson auch schon an einem Reifen ein Problem mit leichtem Druckverlust gehabt, aber wir konnten weiter fahren und er hat abends den Reifen gewechselt.

Nach dem kleinen Abenteuer ging es erst mal wieder ins Camp.



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